Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 220 / 494

 

fendienste der Jungbauern »wie in den Vorjahren« gesichert werden, durfte man die Felder zwischen 21.30 und 6 Uhr nicht betreten. Die Wildschwein-, Ratten-, Maulwurf- und Wühlmäuseplage war gewaltig, der Gemeinderat mußte auch wiederholt Gesuche um »Befreiung vom Kartoffelkäfersuchdienst« ablehnen.

Viele Soldaten wurden noch festgehalten: zum Weihnachtsfest 1947 begrüßte der Gemeinderat ausdrücklich einen Vorschlag von Bürgermeister Eber, an alle Kriegsgefangenen, soweit erreichbar, einen Brief aus der Heimat abzusenden. Fast täglich kamen noch über Jahre hinweg im Heimkehrerlager Ulm auch aus dem Raum Aalen-Oberkochen ehemalige Soldaten aus Rußland und aus Polen an.

Als es 1956 um die Errichtung eines Kriegsopferehrenmals ging, zählte man in der Liste der durch den Zweiten Weltkrieg Umgekommenen nicht weniger als 160 Namen (darunter auch einige Angehörige von Flüchtlingen), 54 Männer blieben vermißt: ein hoher Blutzoll für das 1939 gerade 2000 Einwohner zählende Oberkochen.

 

1948-1968: Jahrzehnte des Aufbaus

»Für die Gemeinde ist ein Heimatbuch in der Regel (lediglich) ein Repräsentationsobjekt, das sich vorzeigen und bei den verschiedensten Anlässen als Geschenk überreichen läßt. Man hat einen gewissen Respekt vor dem Inhalt


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