Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 214 / 494

 

heimer Straße 12 und 14 einschlagende Bombe an. Im verhältnismäßig kleinen Keller des Hauses Heidenheimer Straße 12 (Eugen Winter, Herrgottshäfner) hatten sich die im Hause weilenden Angehörigen der Familien Winter, Fischer und Brunnhuber (12) und Brunnhuber (14), sowie Straßenpassanten eingefunden. Der Keller faßte nicht alle Personen; einige standen auf der Kellertreppe und im sogenannten Hausgang. Aus den Trümmern der vollständig zerstörten Häuser Heidenheimer Straße 12 und 14 mußten acht Tote geborgen werden: Die Ehefrau Marie Winter, geb. Fischer, 37 Jahre alt; deren Mutter Theresia Fischer, geb. Sachsenmaier, 64 Jahre alt; deren Enkelkinder Josef Brunnhuber, vier Jahre alt, Paul Brunnhuber, zwei Jahre alt, Bruno Winter, drei Jahre alt; die bei der Familie Winter weilende Hausgehilfin Maria Frey, 15 Jahre alt; und die aus dem Nachbarhaus Brunnhuber (14) in den Keller gekommenen Geschwister Maria Brunnhuber, 20 Jahre alt, und Mathilde Brunnhuber, elf Jahre alt: Schwer verletzt war Frau Aloisia Winter, geb. Fischer.«

Wie überall mußten auch in Oberkochen auf Befehl der Amerikaner nach deren Einmarsch am 24. April sofort alle Waffen, Photoapparate, Hitlerfahnen und Flaggen, zum Teil auch die Radioapparate abgeliefert werden; von 21 bis 6 Uhr herrschte striktes Ausgehverbot.


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