Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 21-22 / 494

 

9. und 11. April 1914 im Forst Oberkochen, »Abteilung Grabhügel«, zwischen Oberkochen und Ebnat. Hügelumfang an der Basis 5,6 m, Höhe des Hügels 1,2 m. Um gründlich auszugraben, gab ich dem Aushubloch einen Durchmesser von 6,7 m. Schichtenfolge: 85 cm Auffüllung, sandige Erde mit 33 großen Jura-Ʃ-Findlingen; 2 cm Brandschichte; 10 cm Auffüllung; 3 cm Brandschichte (also zwei Brandschichten); 20 cm Auffüllung, dann gewachsener Boden.

In der Mitte des Hügels befand sich in 85 cm Tiefe ein Steinkranz von 18 großen Ʃ-Findlingen. Zwischen dem östlichen Umfang dieses Kranzes und dem Ostrand des Hügels waren die beiden Brandplatten mit 1,5 m Durchmesser. Auf der oberen Brandplatte lag die Urne, einfarbig, braun, 21 cm hoch, oberer Durchmesser 15,5 cm, unterer 11 cm, Umfang am Bauch 89,5 cm; neben derselben ein brauner Teller, 3 cm hoch, oben 16,5 cm Durchmesser. Westlich von der Urne ein Stück Ziereisen, 28 cm lang, 3,5 cm breit, mit vier Knöpfen. Auf der Brandplatte lagen noch 21 Feuersteine. Die ganze Ausgrabung befindet sich in der Altertümersammlung auf Schloß Hellenstein (Schloßkirche). Prof. Gaus/Heidenheim.


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