Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 181 / 494

 

hoben. (Die Fertigstellung dieser Häuser erfolgte erst nach dem Krieg 1949/50.) Es gab Sonderzuschüsse für bestimmte Siedlungshäuser der Reichsheimstätte, die vor allem im Dreißental reichlich genutzt wurden. Gekoppelt mit den Zuschüssen war die Bedingung, daß man Kleintiere hielt, — Geißen, Hasen, Gänse, Hühner und so weiter, und in kleinem Rahmen Gemüse usw. anbaute. Ziel dieser Bezuschussungspolitik war, die Grundbesitzer sozusagen »autark« zu machen. Man sieht, — das System dachte voraus...

(Die sogenannten »Krautstriche« übrigens gehen nicht auf diese sondern auf die Zeit vor der Jahrhundertwende zurück.)

Als »Krönung« entstand oben am Turmweg das HJ-Heim (HJ = Hitlerjugend) (Bergheim, — heute Sonnenbergschule), das einzige im ganzen Kreis Aalen. »Darauf war man zunächst sehr stolz.«

Zum HJ-Heim wurde mir gesagt: Dort oben bastelte und sang man, man konnte das Morsen und Funken erlernen, es gab Segelflugkurse und Schießübungen. Es war endlich »was los« in Oberkochen, — man konnte sich abreagieren. Sie sprachen von Ehre, Treue und Kameradschaft im HJ-Heim; die »Predigten« aus der altdeutschen Geschichte nahm man in Kauf, — Wallhall und anderes, — und man blickte in die Zukunft, — »hoffnungsvoll«, — man hat den Anfang positiv gesehen, war Feuer und Flamme.

An dieser Stelle möchte ich einige belegbare Berichte zum Thema »HJ in Oberkochen« einfügen:


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