Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 176 / 494

 

tionen pflegten, — nicht im Sinn eines zukünftigen Heldentums, sondern vergleichbar mit dem 1957 wieder- oder neugegründeten Verein der »Soldatenkameradschaft«, die damals noch »Soldaten- und Kriegerkameradschaft Oberkochen« hieß. Nicht zufällig ist das Bild vor dem Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, dem Lindenbrunnen, photographiert. (1933). Die Kyffhäuser pflegten altdeutsches Gedankengut und sind offiziell nie aufgelöst worden. Der letzte Reichskriegstag fand 1939 in Kassel statt. Während des Kriegs lief nichts Bemerkenswertes, — jedoch soll erwähnt werden, daß aus den Kyffhäusern die »Schützenabteilung« hervorging, in der nur gediente Soldaten aktiv sein durften.

Die Nazi-freundlichen Mitglieder aus diesen Vereinigungen, auch solche aus dem von den Nazis aufgelösten »Stahlhelm«, schlossen sich der SA an, die allerdings von vorneherein klar zu erkennen gegeben hatte, daß sie nur an »Linientreuen« interessiert sei.

Parallel zu diesen Vereinigungen gab es eine Vereinigung der Kriegsversehrten und Kriegshinterbliebenen (NSKOV) — ähnlich dem heutigen VdK — von denen ein Bild aus dem Jahr 1937 existiert. Es zeigt die Mitglieder und Kriegerwitwen mit dem Bürgermeister vor der katholischen Kirche.

Ziemlich bald, noch 1933, begann sich die Gesamtsituation zu verändern. Während vorher Arbeitslosigkeit (1931 fünf, 1932 sechs Millionen Arbeitslose) und Kurzarbeit an der Tagesordnung waren, und auch am Ort kein Arbeitsplatz zu bekommen war, die Bürger vielfach auf Nebenerwerb angewiesen waren, das


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