Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 170 / 494

 

Der Bericht von Engelbert Mager (s.v.), dem Sohn des 1946 verstorbenen Oberlehrers Mager, gibt ein anschauliches Bild vom weniger politischen Teil dieser Zeit.

Ergänzend zu Herrn Magers Aufzeichnungen sei erwähnt, daß man in Oberkochen in einem Akt der Selbsthilfe gegen die Arbeitslosigkeit aus der wirtschaftlichen Notsituation heraus noch vor der Machtergreifung, 1932/33, unter großer Beteiligung Oberkochener Arbeitsloser und unter örtlicher Bauleitung (es gab eine Gruppe mit 19 Erwachsenen und eine Gruppe mit 27 Jugendlichen) in zwei Sektionen die Straße zum Volkmarsberggipfel gebaut hatte.

 

Die Machtergreifung 1933

Mit der Machtergreifung am 30.1.1933, zu deren Anlaß ein riesiger Fackelzug durch den Ort marschierte — abends wurden auf dem Rodstein Magnesium-Feuer abgebrannt — war, gezwungenermaßen, der »Parteienspuk« (ein Wort aus dem damaligen Zeitjargon), beendet. Es gab sehr bald auch hier, wie überall, nur noch eine Partei, die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche


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