Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 16 / 494

 

nete im Jahre 1950; E. SUSSMANN: Das Gesundheitswesen in Oberkochen), es konnten auf diese Weise aber auch Kleider und vieles andere besorgt werden.

Der Erste Weltkrieg kostete 56 Oberkochenern das Leben. Ihnen zum Gedenken wurde 1922 der Lindenbrunnen errichtet. In den Jahren vor und während dieses Krieges hielt die Elektrizität in Oberkochen Einzug. Im Sommer 1918 wurde Oberkochen an die Landeswasserversorgung angeschlossen. Nach dem Ersten Weltkrieg begann eine starke Wachstumsphase, die nach dem Zweiten Weltkrieg in einer beispiellosen Intensität fortgesetzt wurde. Die Oberkochener Industrie bot 1939, als die Gemeinde etwa 2000 Einwohner zählte, ungefähr 1000 Arbeitsplätze. Die örtlichen Ereignisse während des III. Reiches sind in dem Beitrag von D. BANTEL (Das III. Reich in Oberkochen) zusammengefaßt.

Der Zweite Weltkrieg traf die Gemeinde hart. Viele Oberkochener Soldaten mußten auf den Schlachtfeldern ihr Leben lassen, wurden verwundet oder blieben für immer vermißt. 1945 erlebte der Ort Luftangriffe der Amerikaner, die etlichen Zivilpersonen das Leben kosteten. 1945 ist jedoch auch das Jahr, in welchem durch den Zuzug von Neubürgern aus dem Osten und insbesondere aus Thüringen in Oberkochen ein neues Zeitalter anbrach. Diese Entwicklung mit der Stadterhebung im Jahre 1968 und der damit verbundenen Verleihung eines neuen Wappens (D. BANTEL: Oberkochener Wappen) als Höhepunkt ist unter der Überschrift »Oberkochen nach dem Zweiten Weltkrieg« (A. SECKLER) zusammengetragen.

Auswahl gedruckter und ungedruckter Quellen:

1136: Friedhof und »Heilige Maria« in Kochen:
MÜLLER, Karl Otto: Ein Ellwanger Güterverzeichnis (um 1136) über die Schädigung des Klosterguts durch Abt Helmerich. In: Württembergische Vierteljahreshefte für Landesgeschichte, Neue Folge 35 (1929), S. 38-58. Hier: S. 43-44.

1337: Güterverzeichnis des Klosters Ellwangen:
Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand 1-1 222 Nr. 169.

1341: Ulrich von Reden verkauft Güter:
Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) 10 (1859), S. 252-254.

1343: Katholische Pfarrpfründe in Oberkochen.
Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand B 389, Urkunde 1693.

1358: Ritter Otte von Kaltenburg:
ZGO 10 (1859), S. 339-340.

1358: Erwähnung »Owern-kochens«:
ZGO 10 (1859), S. 344-345.

1362: Gerichtsverfahren wegen Gütern in Oberkochen:
Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand B 389, Urkunde 1695.


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