Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 155 / 494

 

Dort stellt er zunächst Werkzeuge für die maschinelle Holzbearbeitung her, aber auch Sondermaschinen, z.B. für die Zigarrenfabrikation und das Tischlerhandwerk. Später, gegen Ende der fünfziger Jahre, nimmt er auch Fräswerkzeuge für die maschinelle Holzbearbeitung in das Programm auf; der Maschinenbau wird wieder aufgegeben.

1978, nach dem Bau einer modernen Fertigungsstätte im Gewand »Schwörz«, beschäftigt der Betrieb schon dreißig Mitarbeiter, die zunächst Werkzeuge mit auswechselbaren Messern, Wendeplatten-Falzköpfe, Wendeplatten-Fräsgarnituren und Profilmesserköpfe, später auch HSS- und hartmetallbestückte Fräser herstellen. Verschiedene Standardwerkzeuge im Wendeplattensystem kommen hinzu, ebenso Werkzeugsätze für die gebräuchlichen Fenstertypen, für die Längs-, z.T. auch für die Winkelbearbeitung in Wendeplattenausführung. Karl Gold stirbt im Jahre 1982. Die Nachfolge tritt sein Sohn Josef Gold an, der im elterlichen Betrieb als Werkzeugmacherlehrling begonnen und die Meisterprüfung als Mechaniker abgelegt hat. In der Firma sind heute 54 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Gummi-Pfütze — Formartikel, Gummi-Metallverbindungen GmbH (1953)

Ein Abstellraum des Gasthofes »Ochsen«, spärlich möbliert mit Tisch, Ofen und Schraubstock, wird zur »Keimzelle« der Firma Gummi-Pfütze. Hier beginnen im März des Jahres 1953 Willi und Rosl Pfütze mit der Herstellung von Dichtungsringen für Molkereiarmaturen. Sie gehören zu den vielen Oberkochener Neubürgern aus Mitteldeutschland, die nach dem Krieg versuchen, sich eine neue Existenz aufzubauen.

Zwei Jahre bleiben sie im »Ochsen«, dann ziehen sie in einen 28 Quadratmeter großen Raum in der Katzenbachstraße und beginnen dort 1965 — unterstützt von zwei Hilfskräften — mit der Herstellung von Schutzkappen für Nivellierköpfe. Als sie 1968 in die Sperberstraße umziehen, beschäftigen sie schon sieben Mitarbeiter und erweitern ihre Produktionspalette auf Gummi-Metallverbindungen, wie sie in der Optik, der Medizin, in der Getränkeindustrie und in Molkereien benötigt werden. 1977 stirbt Willi Pfütze. Sein Sohn Helmut übernimmt mit seiner Frau Heidi den Betrieb. 1980 wird im Gewerbegebiet »Schwörz« eine moderne Fertigungsstätte errichtet, in der nunmehr zehn Mitarbeiter mit der Herstellung von vulkanisierten Formartikeln — Spezialprodukten, die auch im Hause entwickelt werden — beschäftigt sind. Zweihundert Sorten Gummi finden Verwendung, wobei Gummi-Metallverbindungen nach wie vor eine Spezialität der Firma sind.

 

Metallguß Oberkochen (1953)

Im Jahre 1953 pachtet der aus Eger (Sudetenland) stammende Karl Egerter in der Keltenstraße die kleine Schnell'sche Messinggießerei. Damit erfüllt sich


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