Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 150 / 494

 

kaltgewalzten Bandstahl umso näher. Bandstahl in Ring- oder Stabform wird für Stanz-, Biege- und Tiefziehzwecke in der Metallwaren-, Automobil-, Büromaschinen-, Baubeschlag-, Spielwaren- und Uhrenindustrie benötigt. Darüber hinaus werden im Kaltwalzwerk Spezialprodukte — Bonderbänder mit einer speziellen Oberflächenveredelung — hergestellt, die in der ganzen Bundesrepublik und im Ausland abgesetzt werden.

Hauptabnehmer für die Produkte des Kaltwalzwerkes ist heute die Nagellager-Industrie, die mit diesen Lagern vorwiegend Automobilfirmen beliefert. Unter Josef Rosenberger und Kurt Schmidt, die seit 1964 das Oberkochener Kaltwalzwerk mit seinen derzeit 133 Mitarbeitern leiten, wird die Monatsproduktion von 650 t auf über 2000 t gesteigert.

Seit 1991 ist Holger Kühn anstelle von Kurt Schmidt technischer Leiter des Kaltwalzwerkes.

 

Carl Zeiss (1946)

Ein wichtiger Meilenstein für die industrielle Entwicklung Oberkochens ist die Ansiedlung der Firma Carl Zeiss im Jahre 1946.

Zur Vorgeschichte:
Im Juni 1945 mußten auf Befehl der amerikanischen Besatzungsmacht die Geschäftsleitung und ein aus 85 Personen bestehender wissenschaftlicher und technischer Mitarbeiterstab mit ihren Familien die alte Thüringer Universitätsstadt Jena verlassen, in der 1846 der Mechaniker Carl Zeiss seine Optische


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