Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 146 / 494

 

Mechanisierung des Betriebes. 1934 werden 30 Mitarbeiter beschäftigt, die nun auch Fräswerkzeuge und Spezialmesserköpfe herstellen.

Nach dem Tode des Firmengründers im Jahre 1939 übernimmt sein Sohn Ludwin Oppold wenige Monate vor Kriegsausbruch die Firma. Ludwin Oppold zeichnet Ideenreichtum aus. Als einer der ersten versucht er, statt des schweren Stahles für die Körper und Teller der Zapfenschneidmaschine Leichtmetall anzuwenden. Im nachbarlichen Betrieb auf Zimmermeister Brunnhubers Maschinen werden die ersten Konstruktionen erprobt und immer wieder verbessert. Am Ende einer jahrelangen systematischen Entwicklungsarbeit stehen schließlich die rückschlagarmen Sicherheitsfräswerkzeuge, die in der Fachwelt Aufsehen erregen, später weitgehend richtungsweisend bei der Ausarbeitung von Konstruktions- und Prüfvorschriften der Berufsgenossenschaft werden und den über Deutschland hinausreichenden Ruf der Firma als Hersteller von unfallsicheren Hochleistungsfräswerkzeugen begründen. Viele Jahre befaßt sich Oppold mit der Technik der Fensterherstellung, in deren Folge im Zusammenwirken mit Maschinenherstellern spezielle Systemwerkzeuge für eine rationelle und wirtschaftliche Fertigung verschiedener Fenstertypen konstruiert werden. Heute werden für die Fenster und Türenproduktion modernste Wendeplatten-Werkzeuge (Wefix-Fräseinheiten) angeboten. Die Firma wird jetzt vom Schwiegersohn Ludwin Oppolds, Dipl.-Ing. (FH) Helmut Schrammel, geleitet. Sie unterhält Betriebsstätten in Oberkochen und Heidenheim und eigene Vertriebsfirmen in Frankreich, England und Holland. Von den 150 Mitarbeitern sind ca. 100 in Oberkochen beschäftigt.


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