Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 138 / 494

 

breite Palette verschiedener Bohrer, wie etwa Nagel-, Winden-, Schlangen- und Krautbohrer — vorwiegend für Wagner, Schreiner und Zimmerleute — werden produziert. Als 1893 der älteste der drei Söhne, Adolf, die Werkstatt übernimmt (Jakob Christoph Bäuerle starb am 13. November 1891), haben bereits zwei Lehrlinge Jakobs eigene Werkstätten gegründet: 1876 Albert Leitz und 1882 Jakob Schmid. August Oppold, der ebenfalls bei ihm eine Lehrzeit absolviert hat, eröffnet seine Werkstatt im Jahre 1896. 1895 gründet auch der zweite Sohn von Jakob Chr. Bäuerle, Wilhelm, einen eigenen Betrieb, der nach seinem Tode im Jahre 1927 aufgegeben wird.

Adolf Bäuerle begnügt sich nicht mit der Herstellung von Handbohrern. Er beginnt bald mit der Produktion von Maschinenwerkzeugen für die Holzbearbeitung und 1926 mit dem Bau einfacher Maschinen. Unter seiner Leitung werden die ersten größeren Fabrikgebäude zwischen dem Gasthaus »Lamm« und der Feigengasse und an der Bahnhofstraße erstellt. 1929 erwirbt er die 1890 gegründete Präzisionszieherei von Gottlieb Günther. Die Weltwirtschaftskrise, unter der auch die anderen Oberkochener Firmen zu leiden haben, wird gemeistert. Nach dem Tode Adolf Bäuerles übernehmen seine Söhne Albert und Otto 1933 den Betrieb, der im Jahre 1935 rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Von hohem betriebswirtschaftlichem Nutzen erweist sich die in den Jahren 1934/35 errichtete Gießerei; sie verringert die Produktionsko-


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