Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 123 / 494

 

Wingert, Josef; Heidenheimer Str. 64
Müller, Johannes; Hasengäßle 5
Wingert, Josef; Heidenheimer Str. 54
Fischer, Karl (Napoleon); Heidenheimer Str. 28
Fischer, Josef (Herrgottshäfner); Heidenheimer Str. 12
Gold, Johannes; Katzenbachstr. 9
Fischer, Franz; Schulstraße 2
Hug, Johannes; Schreinergäßle 2
Hug, Anton; Katzenbachstr. 21
Fischer, Paul; Katzenbachstr. 29
Fischer, Josef; Katzenbachstr. 31
Sapper, Konrad; Katzenbachstr. 28
Schaupp, Josef; Kronengäßle 2
Hug, Anton; Aalener Str. 18
Fischer, Michael; Dreißentalstr. 6
Gold, Franz; Jägergäßle 3
Gold, Anton; Jägergäßle 7

1927 wies die Hafnergenossenschaft noch 16 Mitglieder auf, davon neun von Oberkochen. 1939 gab es lediglich noch zwei Hafner in Oberkochen, die aber fast nur noch den Winter über in ihrem Handwerk tätig waren.

 

Rohmaterial der Hafner

Das Rohmaterial der Hafner ist die weiße, feuerfeste Tonerde, die bei Zahnberg, Gde. Königsbronn, gegraben wird. Tonerde kommt auch aus Rotensohl, Gde. Großkuchen und aus dem Staatswald »Brandelhäuser«, auch Schneckenburren genannt. Dort durften früher nur die Schnaitheimer und Heidenheimer, nicht jedoch die Oberkochener und Königsbronner Hafner nach Tonerde graben. Ähnliche Einschränkungen galten für den Taxisschen Wald »Hahnengarten«, Rev. Nietheim, in dem früher nur Ebnater unentgeltlich den Ton holen durften. Sie beriefen sich hierbei auf eine vom Jahr 1763 stammende Urkunde des Klosters Neresheim. Im 20. Jahrhundert war es der Oberkochener Hafnergesellschaft erlaubt, im »Hahnengarten« Probelöcher und Bohrversuche zu machen.

Die Forstämter bereiteten den Hafnern beim Tonerdegraben öfters Schwierigkeiten in Hinblick auf die Schonung des Waldes. Aus den bevorzugten Gruben des Brandelhäuser Waldes, die zum Forstrevier Oberkochen gehörten, wurde früher öfters des Nachts heimlicherweise Tonerde »geholt« und dann in Säcken beim Morgengrauen nach Hause gebracht.

Auf Oberkochener Gemarkung findet sich roter Lettenboden im Staatswald »Zellerhau«, ferner guter Lehm im Markungsteil »Birkach«, neben dem Seegartenhof und im vorderen Tiefental (wo noch bis in die 30er Jahre des 20.


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