Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 11 / 494

 

Urkundliche Erwähnungen im 14. Jahrhundert

Das früheste bekannte Schriftstück, das die beiden Gemeinden Ober- und Unterkochen ausdrücklich voneinander trennt, entstand im Jahre 1337. Es handelt sich dabei um ein Lagerbuch (Güter- und Abgabenverzeichnis) des Klosters Ellwangen.

Ausschnitt aus dem Ellwanger Lagerbuch von 1337, in welchem Oberkochen erstmals erwähnt wird.

Nach 1337 wird über Oberkochen häufiger in den schriftlichen Quellen berichtet. Am 10. November 1341 vermeldet eine Urkunde, daß Ulrich von Reden (erst später nannte sich dieses Geschlecht »Roden«) an Abt Marquard und den Konvent des Zisterzienserklosters Königsbronn Güter in Oberkochen verkauft hatte. 1343 sprechen die Quellen von einer Pfarrpfründe in Oberkochen (R. HEITELE: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Oberkochen).

Am 22. April 1358 verkaufte Ritter Otte von Kaltenburg Güter in »Ower-Kochen« an Abt Berthold und den Konvent zu Königsbronn.

Zu den Handelsobjekten zählten eine Taverne (Vorläufer des Gasthofs »Hirsch«) und eine Mühle (Vorläufer der »Unteren Mühle«: C. SCHRENK: Altes Handwerk: Mühlen). Das gleiche Datum trägt eine Urkunde, die ebenfalls von »Owern-Kochen« spricht. Güter in Oberkochen waren 1362 auch Gegenstand eines Gerichtsverfahrens zwischen Abt und Konvent von Eilwangen und einem Heinrich von »Owernkochen«.

In der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung Oberkochens hatte sich ein neuer Machtfaktor im oberen Kochertal festgesetzt: das Zisterzienserkloster


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