Heimatbuch „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“ Seite 107 / 494

 

Kosten einen Sachkostenbeitrag leistet, der 1983 bei einem Gesamtaufwand von DM 1 754 000 für die Schulen DM 492 000 betrug. Für Schulbauten gewährt das Land Zuschüsse nach den Schulbaurichtlinien in Höhe von ca. 20% der Baukosten. Die Oberkochener Schulen sind auch aktiv in die Lehrerausbildung und Fortbildung des Landes einbezogen. Sie erfüllen in der Grundschullehrerausbildung an der Tiersteinschule, durch die Referendarausbildung am Gymnasium und mit Fortbildungsmaßnahmen der Dreißentalschule überörtliche Aufgaben.

Die Schüler der Oberkochener Schulen stammen aus verschiedenen Orten der Umgebung. 60 % der Schüler des Gymnasiums wohnen in Oberkochen, 27 % in Königsbronn und 13% sind in Aalen-Unterkochen bzw. -Ebnat zuhause. Die Sonnenbergschule wird von Schülern aus Oberkochen, Königsbronn und einigen Härtsfeldorten besucht. Die Oberkochener Schulen sind jeweils selbständige Einrichtungen mit eigenverantwortlicher Leitung und Verwaltung. Sie arbeiten jedoch eng zusammen. Die Oberkochener Kinderfeste — 1985 wurde das 50. Oberkochener Kinderfest begangen — werden von den Schulen abwechselnd organisiert, ebenso wie die gemeinsamen Unternehmungen der Oberkochener Lehrerschaft.

Eine Fülle von Fragen der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses, Lenkungsprobleme und Verwaltungsaufgaben sind an den Schulen täglich zu lösen. Außer den Schulleitungen sind die einzelnen Gremien der Schulen (Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz) für die Arbeit der Schule zuständig. Die Gruppenvertretungen in Elternbeirat, Schülermitverantwortung und Personalrat tragen mit Vorschlägen und Anregungen, aber auch mit Kritik und eigenen Ideen zur Gestaltung des Schullebens bei. Im Schulbeirat der Stadt finden sich Vertreter der Schulen, Kirchen und Eltern mit Gemeinderäten unter Vorsitz des Bürgermeisters zu gemeinsamer Beratung schulischer Fragen zusammen.

So sind die Oberkochener Schulen auch in heutiger Zeit das, was sie stets sein wollten und waren: Spiegelbild der Gesellschaft, in der und an der sie arbeiten, Repräsentanten geistigen und kulturellen Lebens ihres Heimatortes, Helfer und Förderer der Oberkochener Jugend.

 

Quellen- und Literaturhinweise

Akten aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart,
dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart,
dem Archiv der Stadt Oberkochen,
dem katholischen Pfarrarchiv Oberkochen,
dem evangelischen Pfarrarchiv Oberkochen,
Veröffentlichungen im Amtsblatt »Bürger und Gemeinde« der Stadt Oberkochen,
Dorothea Feihl: Geschichte der Volksschule Oberkochen, 1962.


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