26.09.2008   Ansprache des Stiftunsratsvorsitzenden der Hans-Betzler-Stiftung am 26. September 2008 in der Scheuer der Scheerermühle
     
   

Spende der Hans-Betzler-Stiftung an den Mühlenverein Oberkochen am 26.09.2008 – Übergabe 2500,-- Euro

v. l.: Marion Struppe (MVO), Herbert Soutschek (MVO), Hubert Schlosser (MVO), Dietrich Bantel (HVO und HBS), Bürgermeister Peter Traub (HBS), Karl Elmer (HVO) und Sepp Rosenberger (HBS)
     
   

Lieber Hans Betzler, besser: lieber Hans – heute an erster Stelle,
lieber Herr Bürgermeister Traub,
lieber Herbert Soutschek samt deinen Getreuen vom Mühlenverein – ihr habt noch mehr,
lieber Karl Elmer samt unseren Getreuen vom Heimatverein – auch wir haben noch mehr,
und liebe Mitglieder des Stiftungsrats der Hans-Betzler-Stiftung – wir sind nur zu dritt.

Es ist noch keine 2 Monate her, als wir in ähnlicher Formation hier am Mühlrad standen – damals vor dem Hintergrund, dass der Heimatverein eine Spende von 2500,-- Euro an den Mühlenverein übergeben hat.

Heute darf ich als Vorsitzender der Hans-Betzler-Stiftung namens des Stiftungsrats ebenfalls 2500,-- Euro an den Mühlenverein übergeben.

Deshalb begrüße ich an erster Stelle ganz herzlich unser Heimatvereins-Ehrenmitglied Hans Betzler, der zu Ehren seines Vaters Hans, nach welchem die Stiftung Hans-Betzler-Stiftung benannt ist, vor 3 Jahren mit einem Start-Stammkapital von 60.000 Euro gegründet hat. Hinzu kamen schon damals ein ganzes Realrecht sowie weitere äußerst namhafte Aufstockungsbeträge, die Hans Betzler der Stiftung im Lauf von 3 Jahren hinzugefügt hat, sodass die Stiftung heute, über eine nicht abrufbare Stamm-Einlage von 150.000 Euro verfügt, plus ca. 25.000 Euro für das Realrecht. Die Zinserlöse gehen laut Satzung in fest umrissene heimatkundliche Projekte.

Lieber Hans, darf ich sagen: lieber „Ex-Greeabaumwirts-Hans“ – in Oberkochen und wohl auch darüber hinaus ist diese Stiftung eine einmalige Sache, die uralte, alte, junge und selbst ganz frische Oberkochener ihrem heute in Balingen wohnhaften Alt-Oberkochener Mitbürger gegenüber mit Stolz und Dankbarkeit erfüllen oder zumindest erfüllen sollten und zur weiteren Unterstützung der Stiftung anregen könnten.

Deshalb freut es uns ganz besonders, dass Du, lieber Hans, mitsamt Deinen 84 Jahren zum heutigen Anlass zu uns nach Oberkochen gekommen – selbst mit dem Auto hierher gefahren bist. Als winzigen symbolischen Dank überreichen wir Dir dieses kleine Sträußle.

An zweiter Stelle begrüße ich – als meinen Stellvertreter im Stiftungsrat, es klingt etwas ungewohnt, unseren Bürgermeister Peter Traub, und ich begrüße Sepp Rosenberger, den als Vermögensmanager besonders wichtigen Mann in unserem Hans-Betzler-Stiftungs-Triumvirat.

Selbstverständlich begrüße ich Herbert Soutschek, den Vorsitzenden des Mühlenvereins samt seinen Mitarbeitern, der das Trio des Stiftungsrats der Hans-Betzler-Stiftung heute sicher besonders gerne zu Gast im Mühlenareal hat.
Ferner begrüße ich Karl Elmer, den Vorsitzenden des Heimatvereins, sowie die Vertreter der Vorstandschaft des Heimatvereins.

Und natürlich begrüße ich herzlich den Vertreter der Presse, Herrn Lothar Schell. Fast möchte ich sagen: Seit Lothar Schell Berichterstatter bei der „Schwäbischen Post“ ist, erlebt Oberkochen eine Renaissance in der Presse.

Ich möchte nun zur Sache kommen, nicht, dass wir vor lauter Begrüßungen den eigentlichen Zweck unseres heutigen Zusammentreffens vergessen.

Liebe Freunde unserer Stadt und ihrer Geschichte.
Es gibt in Oberkochen – außer dem Heimatmuseum - wohl kein zweites heimatkundliches Objekt und Projekt, das so sehr mit der Geschichte des Orts verbunden ist, wie die Untere Mühle, die sogenannte Scheerermühle.

Seit 1980 bin ich in regelmäßigen Abständen schriftlich und fast aufdringlich als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Landesdenkmalamt bei der Stadt vorstellig geworden und habe mich für den frühestmöglichen Erwerb der Scheerermühle und später des gesamten Mühlenareals eingesetzt. Von allem Anfang an hatte ich die Zustimmung von Bürgermeister Gentsch, - und auch die von Bürgermeister Traub fand ich gleich in dessen erstem Amtsjahr. Schon vor 20 Jahren sah ich die unbezahlbaren musealen Werte, die in dem Mühlengebäude, einem geborenen Museum, schlummerten, und die Möglichkeiten, die in der riesigen Scheuer etwa für einen Wochenmarkt nach Art der Diver Markthalle, oder für Feste aller Art steckten und selbst die Werte in dem unterbewerteten Wirtschaftsgebäude lagen und liegen auf der Hand. Nicht zu vergessen der Wert des unvergleichlich verwunschenen und bei schönem Wetter festesfreudigen Wiesengrundstücks am Kocher hinter der Scheuer. Fast ein Vierteljahrhundert blieb ich am Ball.
Steter Tropfen höhlt den Stein – nach 23 Jahren war es so weit, - die Stadt kaufte das Anwesen, und der Mühlenverein wurde gegründet.

Heute erst, nach 28 Jahren, erkennen viele einst skeptische und gegen den Erwerb gesonnene Bürger, dass hier wieder etwas von überörtlicher Bedeutung zu wachsen beginnt. Aus einem über die Jahrzehnte heruntergekommenen Aschenputtel wird eine märchenschöne Prinzessin, – unsere Mühle, und langfristig unser gesamtes Mühlenareal, das einzig so optimal erhaltene weit und breit. Das Mühlenareal weist auf eine 650-jährige kontinuierliche Geschichte hin, und stellt, auch wenn die heutigen Gebäude erst im 19. Jahrhundert errichtet wurden, die einzige größere altgewachsene zusammenhängende Bausubstanz des einstigen Dorfs Oberkochen dar. Ob man das nun will oder nicht will: Das Areal ist ein unersetzliches kostbares Kleinod, um das wir in Oberkochen – wenn es dereinst durch den Mühlenverein, die Stadt und ihre Förderer rundum restauriert sein wird – landauf, landab beneidet werden.

Insofern liegt die Förderung dieses Projekts voll in der satzungsmäßigen Festlegung der Hans-Betzler-Stiftung. Deshalb hat der Stiftungsrat einstimmig beschlossen, als erste gezielte Fördermaßnahme, dem Mühlenverein 2500,-- Euro aus den inzwischen angesammelten Zinserträgen zu übergeben.

Damit man die Stattlichkeit der Spende erkennen kann, überreichen wir, nachdem das Mühlrad läuft, unsere Spende in Form eines 2500,-- Euroscheins am Stück.

Mit guten Wünschen und einem fröhlichen „Klipp-Klapp“ darf ich unsere „Spende am Stück“ nun an Herbert Soutschek überreichen: Den einzigen 2500,-- Euroschein der Welt.

Vielen Dank!

 
Nach der Übergabe der Spende: Stiftungs-Vesper in der großen Scheuer der Scheerermühle
 
28.10.2008   Kreissparkasse Ostalb spendet 500,-- Euro
 
 

Anlässlich der Wiederneuanlage eines Teils des Gesamteinlagen der Stiftung stiftete die Kreissparkasse Ostalb der HB-Stiftung 500,-- Euro für ein neues Projekt der Stiftung: Die Einrichtung des "Mühlenkundlichen Schriftgutarchivs" im Archiv des Heimatmuseums im Schillerhaus.
 

Markus Spang von der KSK Ostalb überreicht dem Vorsitzenden der HB-Stiftung den "Scheck".
 
10.08.2011   Aktueller Stand des Stiftungskapitals am 10.08.2011
 
 

Durch mehrere Einzahlungen, die Hans Betzler in den letzten Jahren auf das Konto der Hans-Betzler-Stiftung vorgenommen hat, beläuft sich der aktuelle Stand der Stiftung incl. Girokonto, Wachstumsspar-Konto, Sparkassenkapitalbrief und Inflationsausgleichskonto plus einem Realrecht im Wert von 25.000.- Euro plus Zinsen insgesamt auf 283.682,80 Euro.

Das aus Zinsen erwachsene und somit entsprechend der Statuten allein verfügbare Kapital beläuft sich auf insgesamt 19.182,80 Euro.

Der „große Rest“ von 258.682,80 Euro ist feststehendes Stiftungskapital und somit – was weitgehend unbekannt ist - laut den geltenden Stiftungsvorgaben unantastbar.
 

 
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