Vom Härtsfeld ra

Wie an anderer Stelle bereits vermerkt, ist der Name „Grupp“ ein in Oberkochen weit verbreiteter. 1996 veranstaltete der Heimatverein im Schillerhaus sogar einen echten „Grupp-Abend („Gruppa Aobad“), an dem über 120 Gäste - vorwiegend aus der großen Grupp-Familie, deren Verwandte und Freunde - im Schillerhaus erschienen waren. Eines der vielen Geschwister des im Alter von 95 Jahren erst 2005 verstorbenen Schreinermeisters Clemens Grupp vom Schreinergässle, die „Ida“ (geb. 1904, damals schon 92 Jahre alt), sang das berühmte Lied von der „Gans“. Der Bruder vom Clemens, der Willibald, ist übrigens heuer, 2010, auch 90 geworden.

Natürlich kam die Sprache auch darauf, wie es kommt, dass so viele der Gruppen soo aaalt werden, - ohne Krankheit und Gebrechen. Da sagte das jüngste der Geschwister, die Luzie, das sogenannte „Nesthäkchen“, in einer Pause zwischen zwei Liedern, die aus dem Liederbuch des Vaters der vielen Geschwister, dem „Gruppa Franzl“ (1863 – 1925), dargeboten wurden, dass das daran liege, weil man in der Familie keine der drei schlimmsten Krankheiten je gehabt häbe, - - ob man hier in diesem Kreis auch wisse, welches die drei schlimmsten Krankheiten seien. Nach einem angeregten Gemurmel und zahlreichen Vorschlägen sagte die Luzie: „I seh scho, ihr wissat’s et, - - nao will i se uich saga:

Des senn: d‘ Cholera, s‘Malaria on vom Härtsfeld ra.“

Seither weiß man das in Oberkochen.

 
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