CARABINIERI

Ein Oberkochener und seine Frau fuhren in den Sechzigerjahren, den Schwager im Auto mit dabei, zum ersten Mal weit ins italienische Land hinein, und zwar nicht auf der Autobahn, sondern auf ganz normalen Landstraßen. Irgendwann hatten sie das Gefühl, dass entweder die Karte nicht mehr stimmt, oder dass sie falsch gefahren sind.

Der Oberkochener sagte zu seinem Schwager, er solle aufpassen, wenn das nächste Schild kommt, damit man sich auf der Karte orientieren könne.

Das Schild kam alsbald, und da stand drauf CARABINIERI. Der Schwager suchte die Karte ab – aber nirgends fand er einen Ort namens CARABINIERI.
Weit und breit kein CARABINIERI.

Noch mehr verunsichert fuhren sie weiter, und der Schwager studierte weiter erfolglos die Karte, bis nach zwei, drei Kilometern das nächste Schild kam. Auch auf diesem stand CARABINIERI, und gleich drauf ein drittes gleichlautendes Schild: CARABINIERI.

Da sagte der Oberkochener zu seinem Schwager: „Jetz guck doch bitte nomaol genau, Du Schlagg - - dees muass doch a riesiger Ort sei, wann’s dao ämml nach CARABINIERI gat, - dees muascht doch fenda...“

„Duad mr loid“, sagte der Schwager, CARABINIERI geit’s dao hanna rom en weitm Omgrais et, - mir müassat falsch sei...
Als sie dann später herausfanden, was es mit CARABINIERI auf sich hat, lag der Rotwein nicht weit weg.

 
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