Bröggala glacht

Im Café Muh in der Dreißentalstraße (1989 abgebrochen) wohnten oben drin die Hausbesitzer, - eine würzige Altoberkochener Familie. Diese konnten oder mussten jede Nacht mit ansehen, wie zu später Stunde prall abgefüllte Zecher aus dem Muh heraussanken, -wankten oder -fielen und als erstes das überflüssige Wasser durch den Zaun hindurch in ihren Vorgarten hinein abschlugen.

Eines Nachts, als sich dort bereits der dritte Gast zum Entleeren anschickte, wurde es einem der jüngeren Familienmitglieder zu bunt. Er eilte hinab, um der Sau die Meinung zu sagen. Bis er aber unten war, war der Schwankemann vom „Wasserabschlagen“ bereits zum „Bröggeleslachen“ übergegangen.

Kurz entschlossen nahm der wackere Hausbesitzer dem Gast seinen Hut vom Kopf, hielt ihm denselben unters Maul und ließ ihn ausführlich in den eigenen Hut hineinkübeln. Dann setzte er ihm seinen Hut samt Inhalt wieder aufs Haupt und sprach: „Du bisch a feiner Mensch, - aber gell, ois woiß’e gwieß: Du kotzsch mir nemme en mein Vorgarda“.

 
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