Serie „Oberkochen - Geschichte, Landschaft, Alltag“

 

Bericht 574

Neu im Heimatmuseum

In den letzten Wochen hat das Heimatmuseum mehrfach Zuwachs erhalten.

  1. Das Ehepaar Nelly und Manfred Peschel, von dem wir vor 12 Jahren als Dauerleihgabe fürs Museum die beiden Trachtenpuppen (Tracht vom oberen Kochertal um 1850 – Berichte 320 und 321 vom 12. und 26. Juni 1998) erhielten, hat das Heimatmuseum aufs Neue mit 2 Trachtenpuppen, den „Jungen zu den Alten“, bereichert. Frau Peschel hat die Trachten nach einer Beschreibung von Heimatpfleger Josef Anton Mahler im „Spion von Aalen“, 1929, gefertigt.

    An dieser Stelle muss gesagt werden, dass sich diese Tracht nach Aussage von Alt-Oberkochenern mit großer Wahrscheinlichkeit niemand in dem damals armen Dorf Oberkochen habe leisten können. - Näheres in den oben erwähnten Berichten.
     
    Nachschub bei den Trachtenpuppen

  2. Das Ehepaar Juchem aus Ulm überbrachte uns alte „Häfen“ und „Krüge“ aus der Oberkochener Häfnertradition, - als Spende von Frau Gisela Portner, geb. Juchem, der Schwester von Horst Juchem, die dieses aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stammende irdene Geschirr als Erbe von Frau Maria Betzler, mit in die Schweiz genommen und nunmehr über das Ehepaar Juchem dem Heimatverein Oberkochen übergeben hat. Kurt Elmer, der letzte Oberkochener Häfner, war bei der Übergabe anwesend und stellte fest, dass zwei der Krüge aus der Werkstatt seines Großvaters Johannes Paul Elmer (1848 – 1941) stammen.

     
    von links: Kurt Elmer, das Ehepaar Juchem/Ulm, Dietrich Bantel

     

  3. Über einige Ecken - Familie Kerkau / Langwiesen/Thüringen, Stephan / Oberkochen und Kempf / Oberkochen - kam ein Ölbild der „Schillerkirche“ in Wenigenjena, einem Vorort von Jena, in den Besitz des Heimatvereins. Das in schwarzem Lackrahmen mit Goldrand originalgerahmte 45/60 cm große von einem Maler namens F. Falten auf Leinwand gemalte Bild dürfte um die 100 Jahre alt sein. Am 22.11.1790 heiratete Schiller in dieser nach ihm benannten Kirche, die somit somit über Jena und Carl Zeiss die Verbindung nach Oberkochen herstellt und nachträglich – mit Augenzwinkern – namensgebendes Bindeglied zu unserem „Schillerhaus“ ist. (Siehe Bericht 397 vom 6.7.2001).

    „Schillerkirche“ in Wenigenjena

Dietrich Bantel

 
 
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